Das Museum Theuern
SCHLOSS
Geschichte
Anfahrt
Ausstellungsräume
Räume mieten
THEMEN

Minerale Ostbayerns
Berg- und Hütten-
männisches Leben

Mineralische
Rohstoffe
Industrialisierung
Ostbayerns
Keramik
Glas



 

Fluorit, Marienschacht

 


Minerale Ostbayerns

Mineralstufen aus ostbayerischen Vorkommen vermitteln einen ersten Eindruck von der Mannigfaltigkeit in Farbe, Form und Ausbildung der heimischen Naturschätze aus Jahrmillionen.

Die in der Ausstellung gezeigten Minerale sind zwar charakteristisch für ostbayerische Rohstoffvorkommen, wegen der Größe und guten Qualität der Kristalle und der Vergesellschaftung mit weiteren Kristallen stellen diese Stufen aber Besonderheiten dar. Durch die Stilllegung der meisten Gruben oder die moderne Abbautechnik ist eine weitere Bergung von Mineralen ausgeschlossen.

Was sind Minerale
Minerale heißen die natürlich vorkommenden und chemisch strukturell einheitlich zusammengesetzten Bestandteile der festen Erde. Die einheitliche Zusammensetzung haben die Minerale gemeinsam mit den Kristallen. Von den Kristallen stellt der Mensch aber viele Arten künstlich her, die nicht in der Natur vorkommen.

Kristalline Festkörper
Kristalline Festkörper unterscheiden sich von nichtkristallinen, z. B. Glas, durch eine innere Ordnung, das ist die regelmäßig dreidimensional periodische Anordnung der Atome in einer Kristallstruktur. Fast alle Festkörper und damit auch fast alle Minerale (Ausnahme Bernstein) sind kristallin. Die Größe der Kristalle schwankt allerdings sehr stark. Eine schöne Mineralstufe im Museum besteht oft aus wenigen großen Einkristall-Individuen. Ein Stück Metall oder Erz dagegen ist aus vielen kleinen Kristalliten im festen Verband zusammengesetzt.

Entstehung des Bergkristalls
Die regelmäßige äußere Gestalt des Bergkristalls (Quarz SiO2) war schon den Griechen der Antike bekannt, die ihn krystallos nannten, weil sie ihn für gefrorenes Wasser hielten. Unter ungestörten Wachstumsbedingungen, d. h. regelmäßige Stoffanlagerung von außen, bilden Kristalle ebene Begrenzungsflächen. Die Wachstumsgeschwindigkeit ist von der Richtung abhängig. Sie ist in parallelen Richtungen gleich groß (homogen), in verschiedenen Richtungen verschieden groß (anisotrop). In ungestört gewachsenen Kristallen erkennt man außerdem eine gesetzmäßige Wiederholung, eine Symmetrie. Durch Drehung und Spiegelung, den Symmetrie-Operationen, können theoretisch Kristallflächen miteinander zur Deckung gebracht werden.

Es lassen sich daraus 32 Kristallklassen ableiten, die in sieben Kristallsysteme gegliedert werden.

Kristalle können nur bei ausreichender Unterkühlung oder Übersättigung einer Lösung wachsen. Durch Stoffanlagerung an einen Keim bildet sich zunächst ein Mikrokristall, aus dem je nach Wachstumsbedingung ein Makrokristall entstehen kann. Die in der Natur gewachsenen Kristalle, die Minerale, haben sehr lange Wachstumszeiten.

Mineralarten
Minerale, deren chemische Zusammensetzung und Struktur gleich oder nahezu gleich sind, werden als Mineralart definiert. Bisher kennt man über 2000 derartige Mineralarten, von denen nur 200 häufiger auftreten und die Grundlage der nutzbaren mineralischen Rohstoffe bilden.

 

Quarz, Grube Bayerland

 
 

Pyromorphit, Freihung

 
 

Fluorit, Johannesschacht